Vergewaltigung in der Pulverstraße vergangenes Jahr

Vergewaltigung in der Pulverstraße vergangenes Jahr

Angeklagter Flüchtling muss fünf Jahre in Haft

Am 12. Mai 2017 hatte der Angeklagte eine 16-jährige Mindener Schülerin in der Pulverstraße angesprochen, in einen Keller gezerrt und sie dort vergewaltigt.
Der 19-jährige Flüchtling aus Guinea wurde vom Landgericht Bielefeld der Vergewaltigung und der Körperverletzung schuldig gesprochen. Er wurde zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren verurteilt und noch am Dienstag in die Justizvollzuganstalt Herford gebracht.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Vorfeld eine fünfeinhalbjährige Haftstrafe für den 19-jährigen gefordert; seine Verteidigung hatte auf dreieinhalb Jahre plädiert. Der Richter begründete seinen Urteilsspruch damit, dass dem Angeklagten noch immer die Schwere seiner Tat nicht bewusst sei und er nicht verstehe, was er getan habe. Der Angeklagte war zeitweilig in einer Psychatrie untergebracht, wurde aber als nicht vermindert straffähig eingestuft.

Am 12. Mai hatte der Angeklagte erwiesenermaßen die junge Frau willkürlich in der Pulverstraße angesprochen, sie daraufhin unter der Anwendung von Gewalt in einen Kellerraum gezerrt und sie brutal vergewaltigt. Die junge Frau konnte sich nach der Tat von ihm lösen und unter dem Vorwand, seine Mutter anzurufen, die Polizei verständigen. Auch Passanten hatten bereits ihre Hilferufe gehört und ebenfalls den Notruf getätigt.
Bereits im Vorfeld des Prozesses sei der Angeklagte, unter anderem in der Untersuchungshaft, durch aggressives Verhalten auffällig geworden und hätte in der Haftanstalt unter anderem seine eigene Zelle „zerlegt“, berichtet das Landgericht Bielefeld auf Miku-Anfrage. (nh)