Weserbrücke ist wieder frei

Weserbrücke ist wieder frei

Höhere Baukosten als geplant

Autofahrer dürfen aufatmen: Die Weserbrücke im Verlauf der Kaiserstraße ist seit Donnerstag wieder für den Verkehr frei. Alle sechs Fahrspuren stehen zur Verfügung. Die große Ampelanlage läuft wieder. Der Geh- und Radweg auf der Südseite der Brücke ist zwar noch nicht ganz beschichtet – trotzdem aber kann der Weg genutzt werden.

Am 10. Juli hatte die Sanierung an der stark befahrenen Brücke, die linkes und rechtes Weserufer verbindet, begonnen. Nach einer Bauwerksprüfung hatten sich Schäden an der Fahrbahn, am Rad- und Gehweg sowie an der Konstruktion aus Stahl und Beton gezeigt, die zeitnah behoben werden sollten. Auf der Nordfahrbahn befinden sich vier, auf der südlichen Seite zwei Fahrspuren. Neben den Fahrbahnen sind auch die Kappen entrostet und neu beschichtet worden. Außerdem wurden die Brückenbögen entmoost, Korrosionsstellen beseitigt und neu beschichtet. Ab Mitte Juli wurde zunächst die Nordseite der Brücke saniert, danach die mittleren Fahrspuren und ab 6. Oktober die Südseite. Der Verkehr für PKW bis 3,5 Tonnen und Busse lief während der viereinhalbmonatigen Bauarbeiten mit einer Baustellenampel-Regelung. In verkehrsreichen Zeiten gab es vor dem Wesertor und auf der Kaiserstraße auch Rückstaus. Deshalb hatte die Stadt Minden empfohlen, den Baustellenbereich vor allem morgens und nachmittags weiträumig zu umfahren. Für Lkw war eine große Umleitung über die Ringstraße ausgeschildert, die nun ebenfalls aufgehoben ist.

Baukosten von mehr als 2,4 Millionen Euro

Die geplanten Baukosten beliefen sich einschließlich der Planungskosten auf etwa 2,1 Millionen Euro. „Voraussichtlich werden aber rund 320.000 Euro mehr dabei herauskommen“, teilte Betriebsleiter und Beigeordneter Peter Wansing im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss mit. Zu Kostensteigerungen hätten in erster Linie die ursprünglich nicht eingeplanten taktilen Leitsysteme, die mehr Barrierefereiheit für sehbehinderte und blinde Menschen bedeuten, aber auch die Fußgängersicherungen für die Mindener Messe – aufgrund der gesperrten Glacisbrücke – und die zusätzlichen Baustellen-Fußgängerampeln geführt.