Sparkasse Schaumburg
schließt Zweigstellen

Sparkasse Schaumburg
schließt Zweigstellen

Personell besetzte Geschäftsstellen werden zu SB-Filialen

Handschriftlich einen Überweisungsträger ausfüllen, nicht zu vergessen diesen beim nächsten Gang in die Stadt bei der Sparkasse abzugeben, damit er dort vom Personal bearbeitet werden kann – die Zeiten scheinen sich dem Ende zu nähern. Das Online Banking ist auf dem Vormarsch. Einfacher, schneller und direkter. Ob nun sicherer, darüber lässt sich streiten.

Fakt ist, dass die Zahl der Online Banking Teilnehmer der Sparkasse Schaumburg vom Jahr 2002 mit 19.000 Teilnehmern auf über 50.000 im Jahr 2016 gestiegen ist. Auch die Anzahl der Sparkassen App-Nutzer hat sich allein in den letzten sechs Jahren mehr als verzehnfacht. Die Online-Konten mit einer sogenannten E-Postfach-Freischaltung sind innerhalb der letzten vier Jahre von knapp 3.000 auf über 45.000 Konten gestiegen. Diese technische Entwicklung bedeutet im Umkehrschluss: Die Serviceleistungen in den Sparkassenfilialen vor Ort werden von den Kunden immer weniger in Anspruch genommen. Die Sparkasse ist stetig in der Erweiterung und der Anpassung des Online-Auftritts und der Überarbeitung der Banking Apps mit entsprechenden Sicherheitsmedien gefordert. Das hat eine Angleichung des Leistungsumfangs der einzelnen Geschäftsstellen zur Folge. Die Sparkasse Schaumburg passt diesen Leistungumfang in neun ihrer 35 Geschäftsstellen an. Die Filialen in Krankenhagen, Deckbergen, Apelern, in der Rodenberger Allee in Bad Nenndorf, Lange Straße in Bückeburg, Meinsen, Rolfshagen, Nordsehler Straße in Stadthagen und in der Seilerstraße in Stadthagen werden künftig lediglich als Selbstbedienungs-Filiale (SB-Filiale) geführt. Der elektronische Überweisungsverkehr an den Automaten und die Bargeldversorgung vor Ort werden weiterhin gewährleistet sein. Die 21 Mitarbeiter, die von dieser Umstellung mit betroffen sind, werden von Geschäftsstellen an anderen Stadtorten übernommen. „Die Mitarbeiter ziehen sozusagen gemeinsam mit ihren Kunden in die anderen Filialen um. Die Kunden werden natürlich darüber informiert, in welcher Filiale ihr Sachbearbeiter ihnen dann zur Verfügung stehen wird“, erklärt Paul Knauthe, Vertriebsmanagementleiter der Sparkasse Schaumburg.
Zum 1. Januar 2018 wird die Sparkasse Schaumburg ihr Zweigstellennetz somit auf 19 personell besetzte Filialen reduziert haben. Insgesamt 16 Filialen bleiben als SB-Filialen bestehen. Die Entfernung zur nächsten Geschäftsstelle und zur nächsten SB-Filiale wird weiterhin im Schnitt lediglich 2,8 Kilometer betragen. Die Beratung in den Geschäftsstellen und auch die Bargeldversorgung ist auch zukünftig ortsnah für die rund 14.000 von der Umstellung betroffenen Kunden sichergestellt.