„I.Qu.I.“-Projekt

„I.Qu.I.“-Projekt

Mehr als 200 Flüchtlinge sprachlich qualifiziert

Seit 20 Monaten läuft das Integrationsprojekt „I.Qu.i.“ (Identifizieren, Qualifizieren, Integrieren). Mehr als 200 Geflüchtete in 13 Kursen aus Minden und Umgebung konnten seitdem sprachlich qualifiziert werden.
Das Angebot richte sich in erste Linie an Geflüchtete mit guter Vorbildung oder einem Studium aus Ländern, für die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) keine Sprachkurse finanziere. „Das sind im Prinzip alle, die sich im laufenden Asylverfahren befinden und keinen sicheren Anspruch auf ein Bleiberecht haben“, sagt Natalie Egert, zuständig für das Projekt. Unter den Teilnehmern sind Menschen aus Afghanistan, aus Guinea, Mali, Bangladesch, Tadschikistan und weiteren Ländern.

Erarbeitet wurde das „I.Qu.I.-Projekt“ vom Campus Minden. Die Flüchtlingspartner Minden – ein Zusammenschluss aller Serviceclubs, zahlreicher Unternehmen und der Stadt Minden – unterstützen das „I.Qu.I.“ finanziell. Die Flüchtlingspartner bezahlen Lehrkräfte und Lernmaterial. Die Teilnehmer selber zahlen 30 Euro. Die Stadt Minden stellt von 2016 bis 2018 insgesamt 29.000 Euro bereit. Eine Teilzeitkraft versucht, die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Das Angebot richtet sich an hochqualifizierte Flüchtlinge, die in Integrationskursen offenkundig unterfordert sind. Die speziellen Sprachkurse ermöglichen ihnen bessere Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. „Das Niveau der rund siebenmonatigen Kurse und die Lern-Geschwindigkeit kann an die jeweiligen Teilnehmer angepasst werden“, erklärt Egert. Unterrichtet werden die Geflüchteten in den I.Qu.I.-Kursen vier Mal pro Woche von pensionierten Lehrkräften. Genutzt werden Schulen, städtische Gebäude oder Kirchengemeinde-Häuser. (ds)