Glacisbrücke weiterhin gesperrt

Glacisbrücke weiterhin gesperrt

Weitere Schäden in zwei Ankerstäben

Die seit Mitte September gesperrte Glacisbrücke, steht auch weiterhin nicht für Radfahrer und Fußgänger zur Verfügung. Die Sperrung der Brücke kann noch nicht aufgehoben werden. Grund dafür ist, dass bei einer routinemäßigen Schadensanalyse Stabbrüche festgestellt wurden. Das hat zur Folge, dass die volle Tragfähigkeit der Glacisbrücke nicht mehr garantiert werden kann.

Die Brücke wird an beiden Ufern von je zweimal vier Ankern über das rückwärtig verankertes Halteseil gehalten. Und in zwei der Ankerstäben ist der Schaden aufgetreten. Die Schäden wurden im Rahmen der laufenden Prüfung festgestellt. Hier wurde mithilfe von Hydraulikpressen die Festigkeit überprüft. In einem Zugversuch wurde mit der Kraft an jedem Anker gezogen, die dieser entsprechend der statischen Berechnungen aushalten muss.

Gerissene Stäbe müssen ersetzt werden

„Die beiden gerissenen Stäbe müssen bis auf vier Meter Länge aus dem Boden ausgebohrt und durch neue Stäbe ersetzt werden“, sagt Friedrich Lange, der bei den Städtischen Betrieben für Brücken zuständig ist. Das kann nur durch eine Spezialfirma gemacht werden. Diese war am vergangenen Freitag vor Ort. Hier wurde unter anderem geklärt, welche Arbeiten gemacht werden und wo die Arbeitsgeräte aufgestellt werden können. Ein beauftragtes Ingenieurbüro hat bereits mit der statischen Berechnung für die Instandsetzungsanker begonnen und der Fachfirma die entsprechenden Angaben übermittelt.

Unklar, wie lange es dauert

Für die Sanierungsarbeiten muss der Untergrund mit Schotter befestigt werden. Da die Arbeiten im Winter gemacht werden, ist es notwendig die Arbeitsstelle mit einem wetterfesten Zelt einzuhausen. „Über die Dauer der Instandsetzungsarbeiten kann momentan keine feste Aussage getroffen werden“, sagt Lange. Aber die Städtischen Betriebe Minden und die beauftragten Experten arbeiten mit Hochdruck an einer schnellen Lösung des Problems, damit die Glacisbrücke so schnell wie möglich freigegeben werden kann, unterstreicht er.

Wetter erschwert Arbeiten an Weserbrücke

Parallel laufen die Arbeiten an der Weserbrücke. In rund zwei Wochen werden der südliche Rad- und Gehweg und die beiden Fahrspuren auf der Südseite freigeben. Aufgrund der Temperaturen und der Feuchtigkeit kann die neue Beschichtung auf dem Rad- und Gehweg an der Südseite noch nicht aufgebracht werden. Das wird im Mai oder Juni 2018 nachgeholt. Der Weg kann aber dennoch befahren werden, da die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.