Flüchtling wegen Vergewaltigung angeklagt

Flüchtling wegen Vergewaltigung angeklagt

Landgericht Bielefeld hat Mittwoch den Prozess eröffnet

Das Landgericht Bielefeld hat am Mittwoch den Prozess eröffnet gegen einen 19-jährigen Flüchtling aus Minden, der im Mai eine 16-jährige in der Pulverstraße vergewaltigt haben soll. Der Angeklagte war bereits vor seiner mutmaßlichen Tat polizeilich aufgefallen.

Gegen 18.20 Uhr bog das 16-jährige Mädchen von der Bäckerstraße in die Pulverstraße ab. Der 19-jährige sprach die Minderjährige in der Seitengasse an. Sie ignorierte ihn. Daraufhin stieß er sie gegen die Hauswand und zerrte sie in den Eingang eines Mehrfamilienhauses. Im Kellerraum des Hauses verging er an seinem Opfer. Zeugen hörten die Schreie und riefen um Hilfe. Das minderjährige Mädchen verständigte die Polizei nach der Tat. Die Einsatzkräfte konnten das Haus schnell ausfindig machen und den Täter noch in seiner Wohnung festnehmen. Laut Polizei hielt sich der Täter seit Dezember vergangenen Jahres unter mehreren Anschriften in Minden auf. Wenige Tage vor der Tat ist er in die Pulverstraße gezogen. Täter und Opfer sollen sich nicht gekannt haben.

Täter bereits vorher aufgefallen

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen polizeibekannten Zuwanderer. In der Vergangenheit soll er verstärkt durch Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte auffällig geworden sein. Speziell anderen Männern gegenüber habe sich der Täter öfters aggressiv gezeigt, sagte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer im Mai. Am 28. April soll einem anderen Mann eine kaputte Bierflasche an den Hals gehalten haben, die er zuvor an einem Straßenmast zerschlagen haben soll. Als ein Zeuge einschritt, soll der Täter ihn mit Fäusten traktiert haben. Auch am Tag der mutmaßlichen Vergewaltigung ist der 19-Jährige auffällig geworden: Er soll einen Bauarbeiter an der Pulverstraße „unflätig“ beleidigt und angespuckt haben, wie Steinmeyer erklärte. Die Beamten hätten ihn dann zurück in seine Wohnung beordert.