Elf neue Flüchtlingspaten

Elf neue Flüchtlingspaten

Qualifizierung für Ehrenamtliche lief das zweite Mal

In Minden gibt es seit voriger Woche insgesamt 23 qualifizierte Flüchtlingspaten. Elf von ihnen haben nun nach einer viermonatigen Schulung ihre Zertifikate im Wichernhaus der evangelischen St. Jakobus-Kirchengemeinde erhalten. Zwölf Mindener wurden bereits 2016 ausgebildet. Die Urkunden überreichten Bürgermeister Michael Jäcke und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Minden, Jürgen Tiemann.

„Es gibt nun 23 qualifizierte Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, aber darüber hinaus natürlich noch ganz viele weitere in Minden, die hier aktiv sind“, unterstrich Elke Bikowski, verantwortlich für die Schulung und Mitarbeiterin des Evangelischen Kirchenkreises. Die vielen hundert Ehrenamtlichen unterstützen Geflüchtete als Paten, in der Beratung, bei Behördengängen, als ehrenamtlicher Deutschlehrer, in Fahrradwerkstätten, Kleiderkammern und auch in der Organisation von kleinen Festen. „Unsere Stadt ist bunter geworden und das bereichert uns auch“, erklärte Bürgermeister Michael Jäcke. Mehr als 1.500 Menschen, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind, seien in Minden aufgenommen worden. Alle sind in Wohnungen untergebracht, was nicht die Regel in größeren und großen Städten sei.

Qualifizierte Schulungen

Die Qualifizierung zum Flüchtlingspaten wurde zum zweiten Mal von der Flüchtlingsberatung des Kirchenkreises Minden – in Kooperation mit der Stadt Minden, der Caritas und der Parität Minden-Lübbecke – PariSozial – angeboten. Die Schulung ist keine Voraussetzung für eine Patenschaft, bietet aber qualifizierte Schulungen, die die Teilnehmer in ihren Aufgaben als Flüchtlingspate stärken sollten. Die Maßnahme wird als „Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe“ aus dem Lokalen Aktionsplan Minden gefördert.

Bindeglied zwischen Flüchtlingen und Institutionen

Gelehrt und gelernt wurde in den Räumen des Wichernhauses: Die Teilnehmer erhielten unter anderem Einblicke in Interkulturelle Kompetenzen, Sozialrecht und in Asylrecht, zu Integrationsmodellen, in Kommunikation und Konfliktmanagement sowie im Umgang mit Traumata. Aber auch Hilfen für Helfer, Versicherungsfragen und Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche standen auf dem Programm. „Die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger wird gebraucht. Sie sind das wichtige Bindeglied zwischen den Flüchtlingen und den Institutionen“, sagte Superintendent Jürgen Tiemann vom Evangelischen Kirchenkreis Minden.