Landwirten warnen vorm Wolf

Landwirten warnen vorm Wolf

„Wollen den Wolf nicht ausrotten, sondern begrenzen“

Auch Weidetiere haben einen Anspruch auf Tierschutz, sagt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband. Um auf die Gefahr durch den Wolf aufmerksam zu machen, entzünden die Landwirte im Gemeindeverband Stemwede ein weiteres Mal ein Mahnfeuer am Freitag 8. September 2017. Diesmal wird in Drohne-Biewinkel an der Drohner Straße 49 um 19.30 Uhr ein symbolisches Feuer entzündet.

Der Standort ist so gewählt, dass das Mahnfeuer von der Hauptstraße und auch von der Bundesbahnstrecke gut sichtbar ist“, erläutert Martin Wiese vom Ortsverband Stemwede-Drohne. Die örtlichen Bauern beteiligen sich an den vom Verband der Weidetierhalter in Niedersachsen initiierten „Mahn- und Solidarfeuern“, die dort inzwischen regelmäßig zur Warnung vor den möglichen Folgen der unkontrollierten Wiederansiedlung der Raubtiere stattfinden. Die Weidetierhalter wollen den Wolf nicht ausrotten, sondern begrenzen. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es uns nicht darum geht, den Wolf aus unserer Kulturlandschaft gleich wieder zu verbannen“, unterstreicht Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke Hermann Seeker. „Wir wollen vielmehr einen verantwortlichen Umgang im künftigen Zusammenleben mit dem Wolf.“ Wenn heute in den Bundesländern von Wolfsmanagement gesprochen werde, so seien damit bisher keine Modelle oder Vorschläge zur Bestandsregulierung verbunden.
„Wenn die Länder bei diesem Kurs bleiben, 
so ist eine Konfliktlage zwangsläufig vorgegeben“, betont weiter Joachim Schmedt. „Wenn der Wolf nach NRW zurückkehrt, so muss dies auch zu Ende gedacht sein, denn auch Weidetiere haben einen Anspruch auf Tierschutz.“