Junge Menschen an der Demokratie teilhaben lassen

Junge Menschen an der Demokratie teilhaben lassen

Erstwähler für die Landtagswahl mobilisieren

Lange ist es nicht mehr hin – noch knapp sieben Wochen bis zur Landtagswahl in Nordrhein Westfalen am 14. Mai. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Jung- und Erstwähler, die es gilt, für Politik und Demokratie zu begeistern und dazu zu motivieren, am Wahltag ihre Stimme abzugeben.

4000 Jungwähler in Minden

Laut Angaben der Verwaltung gibt es in Minden für die kommende Landtagswahl rund 4000 Jung- und Erstwähler. Landesweit gibt es rund 840.000 Erstwähler. Damit sich diese jungen Menschen auch am Wahlsonntag auf den Weg zum Wahllokal machen, heißt es sie im Vorfeld schon umfangreich zu informieren und zu mobilisieren. Denn um eine Wahl für die eine oder andere Partei treffen zu können, muss man auch erstmal wissen, wofür diese steht und für was sie in der Zukunft eintreten will. Zu diesem Zweck bemühen sich auch die Parteien und Politiker in Minden, Jung- und Erstwähler für sich und für die Demokratie zu motivieren.

Kirstin Korte, CDU: „Den Jungwählern muss bewusst gemacht werden, wie wichtig ihre Stimme für die Demokratie ist.“

Kirstin Korte, CDU: „Den Jungwählern muss bewusst gemacht werden, wie wichtig ihre Stimme für die Demokratie ist.“

Kontakt zu jungen Menschen suchen

Natürlich ist diese Wählergruppe ein wichtiger Faktor, den man stimulieren möchte, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen, so Landtagsabgeordnete der CDU, Kirstin Korte, auf MiKu-Nachfrage. Den Jungwählern müsse bewusst gemacht werden, wie wichtig auch ihre Stimme sei für die Demokratie. Kirstin Korte selber legt dabei großen Wert auf den Kontakt zu den jungen Menschen. In Gesprächen, bei Besuchen von Schülergruppen oder auch im Rahmen von Projekten, wie zum Beispiel dem Jugendlandtag, werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen miteinbezogen und angehört.
Auch CDU-Landtagsabgeordneter Friedhelm Ortgies stimmt mit diesen Aussagen überein. Bei der bevorstehenden Landtagswahl zähle jede Stimme. Gerade auch die Erst- und Jungwähler für den Urnengang zu motivieren sieht Ortgies als äußerst wichtig an. Die Jugendorganisation der CDU leiste hier einen besonderen Beitrag, indem sie in den Städten und Gemeinden im Mühlenkreis Flagge zeige und überall regelmäßig Angebote zur Beteiligung an Politik und Ehrenamt mache, so Friedhelm Ortgies weiter. Aber auch durch viele Themen im Wahlkampf wie zum Beispiel den Schwerpunkt auf Bildung hoffen er und seine Parteigenossen, dass sich viele junge Menschen angesprochen fühlen.

Friedhelm Ortgies, CDU:„Bei der bevorstehenden Landtagswahl zählt jede Stimme“

Friedhelm Ortgies, CDU:„Bei der bevorstehenden Landtagswahl zählt jede Stimme“

Themen, die interessieren

Dies sieht Nikolaus Netzel, Landtagskandidat für die FDP, ähnlich. Wichtig sei der Kontakt zu den jungen Menschen, und zwar nicht in Form von Heilsversprechen an eine große Reform, sondern indem man sie innerhalb pragmatischer und unideologischer Bildungspolitik möglichst viele Entscheidungen selber treffen lasse, so Netzel weiter. Ebenfalls gäbe es wichtige Themen, die diese Wählergruppe ansprechen, wie zum Beispiel die G8/G9 Thematik, mehr Forschungsfreiheit für Hochschulen und einen flexiblen Arbeitmarkt für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Auch die Präsenz auf Veranstaltungen speziell mit Jung- und Erstwählern, in Minden und im gesamten Bundesgebiet, seien eine gute Gelegenheit, junge Menschen für Politik zu interessieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Nikolaus Netzel, FDP: „Als freier Demokrat setze ich mich im Bezug auf Jungwähler vor allem für eine pragmatische, unideologische Bildungspolitik ein.“

Nikolaus Netzel, FDP: „Als freier Demokrat setze ich mich im Bezug auf Jungwähler vor allem für eine pragmatische, unideologische Bildungspolitik ein.“

Offenheit und Transparenz

Auch Bettina Fuhg, Landtagskandidatin für die Grünen in Minden, sieht im Informationsaustausch mit den jungen Menschen den Schlüssel. Die Möglichkeit, sich auf Veranstaltung an den jeweiligen Ständen der Parteien zu informieren und auch mit den Landtagskandidaten persönlich zu sprechen, stelle eine optimale Gelegenheit zum Austausch dar. Nur durch diese Informationen können sich Erstwähler orientieren und eine Wahl treffen. Besonderes Augenmerk der Grünen läge auch darauf, den jungen Menschen mehr Mitbestimmung anzubieten, so Fuhg weiter. Deswegen würden die Grünen auch schon lange für das kommunale Wahlrecht ab 16 eintreten. Auch Projekte und Veranstaltungen wie zum Beispiel Jugendparlamente und Landtagspodiumsdiskussionen wären eine gute Gelegenheit, mit den Menschen, nicht nur den Erstwählern, in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen. Gerne beantworten Fuhg und ihre Genossen auch direkt Anfragen von interessierten Wählern. Das Wichtigste sei Offenheit und Transparenz gegenüber den Bürgern, so Bettina Fuhg. Auch in den nächsten Wochen wird sie, gemeinsam mit dem weiteren Landtagskandidat der Grünen Benjamin Rauer, wieder am Informationsstand in der Stadt vertreten sein und sich mit interessierten Wählern austauschen.

Bettina Fuhg, Die Grünen: „Wichtig für einen guten Austausch sind Offenheit und Transparenz.“

Bettina Fuhg, Die Grünen: „Wichtig für einen guten Austausch sind Offenheit und Transparenz.“