Neuer Bezirksdienstbeamter für Porta Westfalica

Neuer Bezirksdienstbeamter für Porta Westfalica

Uwe Koch ist der neue ,,Freund und Helfer“

Die Polizei, dein Freund und Helfer. In Porta Westfalica wurde eben so einer gerade neu vorgestellt: Uwe Koch, Polizeihauptkommisar mit 37 Jahren Berufserfahrung, ist seit kurzem der neue Bezirksdienstbeamte für die Ortsteile Barkhausen, Lerbeck und Neesen.

Ein offenes Ohr für jedermann

Wann immer die Bürger Sorgen oder Nöte haben, ihnen etwas auf der Seele brennt, sie aber dafür nicht gleich die 110 wählen wollen, ist nun Uwe Koch zur Stelle. Seine Aufgabe ist es, neben den üblichen Polizeiarbeiten wie Ermittlung und das Vollstrecken von Haftbefehlen für Ersatzstrafen, präsent zu sein und ein offenes Ohr für jeden zu haben. Hierbei tritt er mit seiner freundlichen und offenen Art sicher auf und vermittelt den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz. Daher öffnen sich die Menschen ihm gegenüber auch und sprechen mit ihm über ihre Probleme oder aktuelle Missstände. Kreisweit sind insgesamt 33 dieser Bezirksdienstbeamten unterwegs, davon vier in Porta Westfalica.

Der ,,Kümmerer“

In einer kleinen Feierstunde wurde der neue Bezirksdienstbeamte Koch vom Abteilungsleiter Detlef Stüven und Polizeiwachleiter Frank Bolte vorgestellt und bekam auch gleich die Gelegenheit, ein wenig über seinen Arbeitsalltag zu erzählen. Seine ersten 100 Tage Praxiserfahrung hat er schon hinter sich gebracht und sich schon gut in seiner neuen Rolle als ,,Kümmerer“ eingefunden. Dabei schaut er regelmäßig bei den Vereinen, Seniorenclubs, Schulen und ähnlichen Institutionen vorbei und nimmt sich Zeit für die Menschen, meist indem er einfach erstmal nur zuhört. Aber auch Dinge wie die Verkehrserziehung an den Schulen fallen in Koch’s Aufgabenbereich.

Uwe Koch (links) ist der neue Freund und Helfer in Porta, Wachdienstleiter Frank Bolte und Landrat Dr. Ralf Niermann (rechts) befürworten das Konzept des Bezirksdienstbeamten.

Uwe Koch (links) ist der neue Freund und Helfer in Porta, Wachdienstleiter Frank Bolte und Landrat Dr. Ralf Niermann (rechts) befürworten das Konzept des Bezirksdienstbeamten.

Bürgernähe vs. Amtsdistanz

Auch Landrat Dr. Ralf Niermann wünschte Koch für seine Aufgabe alles Gute und lobte den Einsatz des sogenannten ,,Dorfsheriffs“. Denn im Unterschied zu den anderen Polizeibeamten dient der Bezirksdienstbeamte als eine Art Vermittler und zeigt den Menschen aus Porta, dass man ruhig mit der Polizei sprechen kann und keine Vorbehalte gegenüber den Beamten haben muss. In seiner Arbeit habe er oft die Erfahrung gemacht, dass Menschen vor der Polizei zurückschrecken, doch durch seine sympathische Art und offene Gespräche signalisiert er eine gewisse Bürgernähe, wodurch die weitere Polizeiarbeit erleichtert wird und schneller auf aktuelle Problematiken reagiert werden kann. ,, Man kommt nur weiter, wenn man den Menschen nett begegnet und ihre Hintegründe hinterfragt.“ Für diese Arbeit sind neben der fachlichen Kompetenz auch eine gewisse Menschenkenntnis, Fingerspitzengefühl und ein sicheres Auftreten von Nöten. Trotz aller Bürgernähe müsse dennoch eine gewisse ,,Amtsdistanz“ bewahrt werden, so Uwe Koch im MiKu-Gespräch.

Allzeit bereit

Durch die Präsenz des Bezirksdienstbeamten als auch der Streifenpolizisten auf der Straße erhöht sich das Sicherheitsgefühl der Bürger, so Wachdienstleiter Frank Bolte. Gerade im ländlichen Raum ist dies von großer Bedeutung. Seit September vergangenem Jahres gibt es auch der Polizeiwache Porta Westfalica – Hausberge keinen wachhabenden Beamten mehr, was einen Servicerückschritt darstelle, so Ralf Niermann. Dennoch können Bürger immer über die Sprechanlage einen Beamten erreichen, die Notrufe gehen also nicht ins Leere. Eine weitere Reduzierung der Wachen sowie der Anzahl der Beamten ist auch in Zukunft keine annehmbare Alternative.

Erreichbar ist Uwe Koch für alle Bürger aus Lerbeck, Barkhausen und Neesen unter der 0571-777 73, momentan ist er in Krankheitsvertretung auch noch für die Ortsteile Wülpke, Kleinenbremen und Nammen zuständig.