Wolfsbeobachtungen im Bückeberg

Wolfsbeobachtungen im Bückeberg

Kreisforstamt gibt Informationen weiter / Geräusche verscheuchen das Tier

Im Laufe der letzten Woche haben sich Hinweise darauf verdichtet, dass sich aktuell ein Wolf innerhalb des Landkreises Schaumburg im Bereich nördlich der A2 aufhalten könnte. Nach ersten Sichtbeobachtungen und einem Foto auf einer Wildkamera im Bereich Sachsenhagen/Auhagen wurden nun am letzten Freitag, dem 3. Februar, auch im kreiseigenen Forstrevier Brandshof inmitten des Bückeberges eindeutige Hinweise auf den Aufenthalt eines Wolfes festgestellt.

Die Spurenlage wurde zwischenzeitlich auch durch die vom Kreisforstamt hinzugezogenen Wolfsberater untersucht. Es konnten dabei einige Haarbüschel sichergestellt werden, die genetische DNA-Untersuchungen ermöglichen. Darüber könnte bald auch ein echter Beweis über die Anwesenheit des ersten Wolfes im Bückeberg vorliegen. Ob sich das Tier weiterhin im Bückeberg aufhält, ist allerdings nicht bekannt. Möglicherweise ist es auch schon weitergezogen.
Das für den Wolf zuständige niedersächsische Umweltministerium hält auf seiner Internetseite www.umwelt.niedersachsen.de alle wichtigen Informationen zum Schutzstatus, der aktuellen Verbreitung und zum Umgang mit dem Wolf vor. Für ein zufälliges Zusammentreffen von Mensch und Wolf in der Natur finden sich darin unter anderem die folgenden Verhaltenshinweise unter dem Stichwort:
Wenn Sie einem Wolf begegnen, zieht sich dieser in der Regel zurück, sobald er Sie bemerkt. Wölfe sind sehr scheue Tiere. Wolfswelpen sind allerdings neugierig und agieren oft weniger vorsichtig als erwachsene Tiere.
Mit folgenden Handlungen kann jeder, der sich bei einer Begegnung mit einem Wolf unwohl fühlt, durchführen: Machen Sie sich bemerkbar durch Reden, Rufen und in die Hände klatschen. Gehen Sie dabei langsam und ruhig zurück. Rennen Sie nicht weg! Der Jagdinstinkt des Tieres könnte dadurch geweckt werden. Füttern Sie Wölfe auf gar keinen Fall, sie könnten dadurch ihre Scheu verlieren.
Die Waldkindergartengruppen in Bückeburg und sonstige Bildungseinrichtungen im Bereich der Bergkette wurden bereits unterrichtet und agieren vorsichtiger.