Hauptschule Todtenhausen: Bezirksregierung genehmigt Auflösung

Hauptschule Todtenhausen: Bezirksregierung genehmigt Auflösung

Zwei Züge mehr für die Realschulen

Die Auflösung konnte erst genehmigt werden, nachdem der Rat am 24. November 2016 in einem „Minimalkonsens“ mehrheitlich der Erweiterung der beiden Realschulen zugestimmt hatte. Danach wird die Freiherr-von-Vincke-Realschule ab dem Schuljahr 2017/2018 vierzügig und die Käthe-Kollwitz-Realschule dreizügig geführt. Auch dafür kam jetzt die Genehmigung aus Detmold. „Die Schreiben sind zur rechten Zeit eingetroffen, denn in Kürze beginnt das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen. Nun haben wir nicht nur hier Planungssicherheit, sondern auch in dem weiteren Prozess zur Entwicklung der Mindener Schullandschaft. Gemeinsam mit den Akteuren in der Bildung und der Politik müssen wir nun schnellstmöglich zukunftweisende Entscheidungen treffen, damit alle Schülerinnen und Schüler in Minden bestmöglich versorgt werden können“, sagt die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit, Regina-Dolores Stieler-Hinz.

Letzte Hauptschule im Stadtgebiet

Bereits im Sommer 2016 wurde aufgrund geringer Anmeldezahlen schon keine neue fünfte Klasse an der Ganztagshauptschule gebildet. Die seinerzeit dort angemeldeten fünf Schüler wurden in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule beziehungsweise in der PRIMUS-Schule aufgenommen. „Die Schülerinnen und Schüler, die in Todtenhausen jetzt noch unterrichtet werden, sollen hier auch ihren Abschluss machen“, sagt der Leiter des Bereiches Bildung, Horst Grüner. Die Schule werde auslaufend aufgelöst und beendet den Schulbetrieb spätestens am 31. Juli 2021. Das teilte die Bezirksregierung jetzt ebenfalls mit. Die Stadt Minden hatte am 20. Juni 2016 die Auflösung der letzten Hauptschule im Stadtgebiet beantragt. Ohne Ersatzlösung aber konnte die Bezirksregierung dem nicht zustimmen. Der Standort bleibt auch als mögliche Schulreserve mittelfristig weiter am Netz, so die Stadt Minden.

Zu wenige Anmeldungen

Als Begründung für die nun genehmigte Auflösung führt die Behörde in Detmold an, dass in den vergangenen Jahren die für die Bildung einer Eingangsklasse erforderliche Mindestzahl von 18 Schülern nicht mehr erreicht wurde. Nur durch die Aufnahme von Schülern, die von anderen Schulen abgewiesen wurden, konnten im Schuljahr 2015/2016 noch Eingangsklassen gebildet werden.
Das entfällt nun mit der Bildung von Mehrklassen an den Realschulen. Ab dem Schuljahr 2017/2018 werden somit künftig keine Abweisungen mehr an den weiterbildenden Schulen erfolgen. Ein Bedürfnis für die Fortführung der Hauptschule bestehe daher nicht mehr, erklärt die Bezirksregierung. Sollte die auslaufende Auflösung vorzeitig beendet werden, ist dafür ein gesonderter Ratsbeschluss erforderlich.