Erste Ladesäule für E-Autos in Petershagen

Erste Ladesäule für E-Autos in Petershagen

Stadtverwaltung und Westfalen Weser Netz testen E-Mobil auf Alltagstauglichkeit

Elektroautos sind umwelt- und verkehrspolitisch sinnvoll. Da herrscht breiter Konsens. Trotzdem kommt die Entwicklung noch nicht richtig in Fahrt. Um der Idee des Elektroautos Anschub zu geben, haben die Stadt Petershagen und der kommunale Energiedienstleister Westfalen Weser Netz GmbH gemeinsam eine Ladestation aufgestellt.

Auf dem Parkplatz der Sparkasse Minden-Lübbecke wurde die erste Ladesäule für E-Autos jetzt offiziell eingeweiht von Bürgermeister Dieter Blume und Jürgen Dallmeier, Leiter Regionalbereich Minden von Westfalen Weser Netz.
„Die Ladestation hat eine Leistung von 22 KW und lädt ein Elektroauto damit in einer Stunde für mindestens die nächsten 100 Kilometer Strecke wieder auf. Während eines Besuchs der Altstadt, eines Bummels entlang der Weser oder eines Einkaufs kann man sein E-Mobil also einfach mit Strom betanken“, sagt Bürgermeister Dieter Blume. „Damit leisten wir einen Beitrag zum umweltschonenden Fahren und machen unsere Stadt noch attraktiver.“ Tanken kann hier übrigens jeder mit einem Elektrofahrzeug. Die Freischaltung der Ladesäule erfolgt über die App „PlugSurfing“. Der Nutzer muss sich dort einmalig registrieren und kann dann an der Tankstelle an der Geschäftsstelle der Sparkasse Minden-Lübbecke in Petershagen direkt tanken.

E-Autos sollen Abgase in Innenstädte verringern

p-toi„Wir unterstützen dieses zukunftsweisende Projekt gerne mit der Bereitstellung der Stellfläche“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Minden-Lübbecke, Georg Droste. „Wir gehen davon aus, dass Elektroautos sich mittelfristig durchsetzen werden. Sie haben eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Antriebssystemen. So sehen wir in der neuen Generation von Elektrofahrzeugen die große Chance, die Innenstädte von Abgasen und Feinstaub zu entlasten“, sagt Jürgen Dallmeier von Westfalen Weser Netz. „In unserem Regionalbereich nutzen wir täglich ein handelsübliches E-Auto und haben damit schon sehr gute Praxiserfahrungen gemacht. Gerne unterstützen wir deshalb die Stadt Petershagen bei ihrem Mobilitätskonzept“, erläutert Dallmeier.
Westfalen Weser Netz plant zusammen mit Stadtwerken und Kooperationspartnern aus der Region die Installation von insgesamt 100 Ladesäulen in OWL und Südniedersachsen, um bis Ende 2018 eine flächendeckende Lademöglichkeit im Umkreis von 20 Kilometern zu schaffen.

Bürgermeister Blume sieht Potential für die Zukunft

Petershagens Bürgermeister Dieter Blume selbst nahm den E-Wagen in Empfang. Für ihn ist der aktuelle Test auch eine Vorbereitung auf die Zukunft. „Wir sind sehr gespannt, den technologischen Fortschritt im Bereich Elektroauto direkt vor Ort erleben zu können. Hier im ländlichen Raum wird Elektromobilität eine wichtige Rolle spielen können. Nicht nur zur Entlastung der Umwelt. Deshalb haben wir uns zu diesem Testlauf entschlossen.“ Die Auswertung soll insbesondere Energieaufwand und Kilometerleistung erfassen. Aufgrund der Datenbasis kann die Stadt Petershagen später entscheiden, möglicherweise ein eigenes Elektroauto für den Fuhrpark anzuschaffen.