„Domschatz Minden“ eröffnet Mitte März

„Domschatz Minden“ eröffnet Mitte März

Bau kostet etwa 2,5 Millionen Euro

Vor fast genau einem Jahr begannen die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Domschatzkammer am Kleinen Domhof. Von außen verhüllten Gerüst und Planen das Gebäude aus den 70er Jahren. Damit soll nun bald Schluss sein. Die Eröffnung für den neuen „Domschatz“ ist für Mitte März geplant.

Das Mindener Kreuz aus dem Jahre 1120-1130.

Das Mindener Kreuz aus dem Jahre 1120-1130.

Seit dem ersten Januar löst der Dombau-Verein Minden als neuer Betreiber des Mindener Domschatzes die Dompropstei-Gemeinde ab. Er muss muss nun eigenwirtschaftlich arbeiten und hat dazu bereits drei Mitarbeiter eingestellt. Eine Kunsthistorikerin erweitert das Team auf Honorarbasis. Der Umbau der Domschatzkammer soll insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten, wovon der Verein selbst den Großteil der Finanzierungssumme in Höhe von rund 2,2 Millionen trägt. Die anderen rund 300 Tausend Euro übernehmen die Domgemeinde Minden, das Erzbistum Paderborn und weitere Förderer. „Der Verein ist ein Destinatär von WestLotto, daher konnten wir im Laufe der Jahre in Absprache mit dem Finanzamt projektbezogen das Geld ansparen“, erklärt Hans-Jürgen Amtage als Vorsitzender des Dombau-Vereins. Die Schatzkammer-Fläche wurde von etwa 75 Quadratmetern auf rund 450 Quadratmeter erweitert. Auf drei Geschosse verteilen sich nun 280 Quadratmeter Ausstellungsfläche im ersten und zweiten Obergeschoss für kirchliche Reliquien, Gewänder und andere kunsthistorische Schätze sowie eine Bibliothek, ein Foyer und Medienraum. Die neuen Öffnungszeiten passen sich dem des Museums an. Zudem wird es verschiedene Führungsangebote geben. „Wir arbeiten bereits daran, wie wir den Domschatz auch langfristig etablieren können. Sonderausstellungen wären ein Beispiel“, verrät Stephan Kurze, Rendant der Domgemeinde.

Mosaikboden aus den Ursprüngen des Doms.

Mosaikboden aus den Ursprüngen des Doms.