Unter Löwen

Unter Löwen

Die Rhein-Necker Löwen kommen nach Minden

Meine Güte, was war das für ein letztes Heimspiel von GWD. Gegen den Mitaufsteiger aus Coburg ging man wohl leicht favorisiert ins Spiel und dies merkte man dann auch unseren Akteuren an. Bedingt durch einen schwachen Gegner konnte man aber zumindest die Punkte in Minden behalten, was aber eben auch das Wichtigste an diesem Abend war. Und der Kontrast mit dem nächsten Gegner der RNL in der Kampa-Halle kann gar nicht größer sein.

Vorher müssen unsere Jungs erst noch auswärts ran. Jetzt am Totensonntag um 15.00 Uhr ist Anwurf beim DHfK Leipzig. Ähnlich wie die Fußballer-Kollegen von RB sind die Sachsen ein aufstrebender Verein, der sich aber bereits in der zweiten Saison im Oberhaus befindet. Irgendwann will man dort auch Europacup spielen, das sind die Ziele der Vereinsverantwortlichen. Und da sind die Leipziger diese Spielzeit durchaus schon auf einem guten Weg. Der DHfK hat übrigens viel grün-weißes Blut in seiner Truppe. An Jens Vortmann und Christoph Steinert haben wir noch frische Erinnerungen, beim jetzigen Trainer Christian Prokop ist es schon über zehn Jahre her, dass er das GWD-Trikot trug. Trotz der schwierigen Aufgabe ist die Begegnung in Leipzig noch die „leichteste“, denn es folgen Kaliber auf „5-Sterne-Niveau“. Wie gesagt, die Rhein-Neckar-Löwen besuchen unsere „Löwen“ dann am Mittwoch um 20.15 Uhr. Die Männer aus der Zwei-Flüsse-Region waren lange Zeit das Bayer Leverkusen des Handballs. Also oft nah dran am Titel, aber eben nicht mehr. Diesen Makel legten sie in der letzten Saison ausgerechnet im nahen Lübbecke ab, als sie erstmals Deutscher Meister wurden. Auch dieses Jahr spielen sie natürlich oben mit und sind auswärts ungeschlagen. In ihrer heimischen SAP- Arena verloren sie gegen die SG Flensburg-Handewitt (unser nächster Gegner auswärts nach Leipzig). GWD hat nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen. Der Bergische HC hat vor Kurzem nur 24:26 gegen die RNL verloren, vielleicht gelingt der Carstens-Truppe ein ähnliches Resultat, mehr wäre ein Träumchen. Wie schon erwähnt, steht Totensonntag an, ein Gedenktag an Verstorbene. Ich will diesen Termin mal wahrnehmen, um an zwei Sportkameraden aus dem Schiedsrichter-Bereich zu erinnern. Vor fünf Jahren am 11.11. kamen durch einen tragischen Verkehrsunfall die sympathischen Zwillinge Bernd und Reiner Methe ums Leben. Mehrfach leiteten sie Spiele von GWD in der Bundesliga. Ich hatte zu Lebzeiten immer wieder tolle Gespräche mit Bernd und Reiner, und sie haben immer ganz unkompliziert die Sicht aus ihrer Lage erklärt und dabei viel Verständnis für zahlreiche Entscheidungen, die sie in ihrem Job eben treffen müssen, bei mir ausgelöst. Auch heutzutage nutze ich jede Situation, um mit ihren Kollegen zu plaudern. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte Schiedsrichter-Leistungen öfters als erlaubt respektieren und sie auch verstehen. Ohne Unparteiische geht es nun mal nicht.

Zum Schluss sei noch ein Hinweis in eigener Sache erlaubt: Der Fan-Club hat eine neue Homepage-Adresse: www.gwd-fanclub.de.

Frank Wentzlawsky