2.800 Hiller Bürger beteiligen sich an Unterschriftenaktion

2.800 Hiller Bürger beteiligen sich an Unterschriftenaktion

Widerstand gegen geplante Spielplatzschließungen

Reger Widerstand aus der Bevölkerung hat sich gegen die geplante Schließung von 20 Kinderspielplätzen in der Gemeinde Hille formiert. Bürgerinitiativen haben über 2.800 Unterschriften für den Erhalt der Spielplätze gesammelt und der Verwaltung der Gemeinde Hille am 13. September übergeben.

Im August hatte die Verwaltung der Gemeinde Hille angekündigt 20 von 25 Spielplätzen schließen zu wollen, um den Haushalt bis 2020 zu konsolidieren. Schulische Spielplätze sind von den Plänen ausgenommen. Laut Bürgermeister Michael Schweiß und seiner Ratskollegen würden die öffentlichen Spielplätze nicht ausreichend genutzt und seien in der Unterhaltung zu teuer. Auch seien sie kein entscheidendes Kriterium für Menschen, die Gemeinde Hille als Wohnort zu wählen.

Zügig bildeten sich Bürgerinitiativen gegen die Pläne der Verwaltung „Ein Dorf ohne Spielplatz ist ein Ort ohne Zukunft“, heißt es zum Beispiel vom Holzhausener Dammverein, die für den Erhalt des Spielplatzes am Hormannsweg kämpft. Mitglieder und Unterstützer des Dammvereins sammelten über 130 Unterschriften. Der Spielplatz sei bei Kindern und Jugendlichen gleichermaßen beliebt, Eltern und Großeltern träfen sich dort zum „Klönen“. Erst in diesem Frühjahr hätten Mitglieder den Spielplatz renoviert. Sand, Hackschnitzel und Farbe habe die Gemeinde Hille übernommen. Der Dammverein fragt, ob Arbeitseinsatz und Materialkosten umsonst gewesen seien und bittet Bürgermeister Michael Schweiß die Schließung noch einmal zu überdenken.
Die Petition „Wir sind dagegen“ von Therese Kollmeyer, Manuela Pottschull und Janca Niermeyer mobilisierte fast 500 Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Erhalt der Spielplätze aussprechen. Die Gruppe weist die Argumente der Verwaltung entschieden zurück. Die Spielplätze würden als Treffpunkt für soziale und integrative Kontakte genutzt,für Spaziergänge und Ausflüge, sie dienten Krabbelgruppen, Kinderturngruppen und der Integration von Flüchtlingsfamilien. „Wir sind dagegen“ stelle sich weiterhin eine „familienfreundliche Gemeinde“ vor und Spielplätze würden diese Dorfstrukturen erhalten.

Eine weitere Initiative hat Steffen Richter ins Leben gerufen. Mit seinen Bemühungen um den Erhalt der Spielplätze konnte er viele Eltern und Großeltern gewinnen. Bei einer Versammlung auf dem Spielplatz in der Finkenstraße in Hille-Rothenuffeln bekundeten zahlreiche Teilnehmer ihre Sorgen und ihren Unmut über die Schließungen nahezu aller Spielplätze in der Gemeinde.

Alle Initiativen gemeinsam konnten über 2.800 Hiller Bürger zu einer Unterschrift gegen die Schließung der Spielplätze bewegen. Janca Niermeyer und Therese Kollmeyer übergaben die Liste Bürgermeister Michael Schweiß am 13. September und hoffen nun auf ein Einlenken der Verwaltung.