Domschatzkammer erhält neue Gestalt

Domschatzkammer erhält neue Gestalt

Investition von 2,5 Millionen Euro

Die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Domschatzkammer Minden am Kleinen Domhof haben begonnen. Nach intensiven Überlegungen und Planungen geben Domgemeinde und Dombau-Verein Minden (DVM) den einzigartigen Exponaten der Schatzkammer einen neuen Raum im Kontext des kirchlichen Lebens.

„Nach Vorliegen der Baugenehmigung und der Vergabe der Gewerke können wir nach jahrelangen Planungen nun endlich mit der Neugestaltung der Domschatzkammer beginnen“, blickt Propst am Dom Roland Falkenhahn auf die Einrüstung am Haus am Dom, die in den vergangenen Tagen erfolgte. Geschaffen werden soll an diesem Ort ein museales Kleinod, das die einzigartigen Zeugnisse der Tradition und Geschichte des Domes zu Minden und seiner Gemeinde präsentiert und die Exponate in den Kontext des kirchlichen Lebens setzt. Mit der Fertigstellung der neuen Domschatzkammer rechnen die Bauherren zur Adventszeit 2016.

„Die Neugestaltung der Mindener Schatzkammer wird nach außen hin die Wirkung des Gebäudeensembles am Kleinen Domhof aufnehmen und von der Fassadengestaltung her die besondere Bedeutung der Sammlung herausstellen“, erläutert Projektkoordinator Rudolf Bilstein. In der geplanten Ausstellung sollen vor allem herausragende Exponate das Erscheinungsbild der Schatzkammer des Mindener Domes bestimmen. Darunter das um 1070 datierte Mindener Kreuz, das europaweit als herausragendes Werk romanischer Kunst gilt, und der Petrischrein aus dem 11. Jahrhundert. Ergänzt wird die Präsentation mit Reliquiaren, liturgischen Geräten, Büchern und Textilien.

Die rund 2,5 Millionen Euro teure Neugestaltung der Domschatzkammer wird vor allem von der Domgemeinde und vom Dombau-Verein Minden finanziert. Dabei trägt der Förderverein rund 80 Prozent der Kosten, wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Amtage erläutert. Der Finanzierungsanteil der Domgemeinde besteht, aufgrund fehlender eigener Mittel, aus Zuschüssen von Förderern, die im Auftrag des Kirchenvorstandes der Domgemeinde für gezielte Projekte eingeworben wurden, erläutert Rudolf Bilstein. So fließen vom Erzbistum Paderborn Mittel in das Archiv, die Bundes- Umwelt-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt „Präventive Konservierung“ und das NRW- Restaurierungsprogramm Bildende Kunst investiert in die Restaurierung von Kunstgegenständen der Mindener Domschatzkammer.

Das Besucherzentrum der Domgemeinde im Haus am Dom bleibt während der Umbauphase weiterhin geöffnet.(dvm)