GWD-Fanbericht

GWD-Fanbericht

Nach der Hotelankunft weiter mit der S-Bahn zum Hafen, auf der Elbe Schiffe angucken bei der Einlaufparade, danach nett in einem Restaurant zusammensitzen und den Abend auf dem Kiez beenden lassen. Noch ein Tag bis zum großen Spiel…

…am nächsten Morgen lecker frühstücken, heißer Kaffee, dann fertigmachen in grün-weißer Fan-Kleidung und Abfahrt über den Hauptbahnhof bis Stellingen und weiter mit dem Shuttle-Bus oder zu Fuß zur Arena, wo sich mit Gleichgesinnten über das bevorstehende Ereignis gefachsimpelt wird. Fans aus ganz Deutschland warten auf den Anwurf zum Spektakel. Und um 14.00 Uhr ist es soweit: GWD läuft unter dem Jubel von mehreren hundert begeisterten Anhänger auf die Platte zum Halbfinale des Final Four 2015 – der DHB-Pokal-Endrunde. Handball-Kenner wissen natürlich, wovon ich rede: Schöne Handball-Tage im Mai nächsten Jahresmit allem Drumherum wie mit dem Großereignis Hafengeburtstag in der Hansestadt Hamburg. Ach, wäre das schön, wenn unsere Jungs das nach 2001 mal wieder schaffen würden. Und der Traum im Dezember kann durchaus Wirklichkeit werden, denn GWD ist noch in diesem Wettbewerb gut im Rennen. Mit einem Sieg am kommenden Mittwoch gegen Frisch Auf Göppingen kommt man der Finalrunde wieder einen Schritt näher. Und bei Heimspielen haben wir ja trotz der insgesamt verpatzten Hinrunde in der Liga kaum was zu meckern. Schon in der Bundesliga hatten wir die Truppe um Michael Kraus am Rande einer Niederlage, am Ende gab es eine unglückliche Niederlage. In Minden soll nun der Spieß umgedreht werden und so als Nebeneffekt auch die Vorfreude auf das Mühlenkreis-Derby gesteigert werden. Eine Woche der Wahrheit fast Ende des Jahres, möchte man sagen, auch wenn danach noch 2 Spiele vor und nach Weihnachten anstehen. Bevor aber das Viertelfinale angepeilt wird, gastiert unsere Mannschaft vorher am Sonntag (3. Advent) beim SC Magdeburg. Gewiss, eine hohe Hürde, aber warum soll nicht mal dort der Knoten platzen? Um in der Vorweihnachtszeit den mitfahrenden Fans etwas zu bieten, steuert der Fan-Bus zunächst den dortigen Weihnachtsmarkt an. Großes Lob dafür an die Organisatoren.
Szenenwechsel, und folgendes muß heute auch mal angesprochen werden. Was motiviert eingefleischte Fans, zu GWD in die Kampa-Halle zu gehen? Natürlich erstklassigen Handball zu sehen, das Team anzufeuern, mitzuzittern, unter Freunden zu sein und über das Spiel zu diskutieren. Auch Emotionen dürfen gerne von den Zuschauerrängen ausgelebt werden, ganz klare Sache. Soweit alles im Rahmen bleibt und nicht ausartet, und schon gar nicht in gepflegter Regelmäßigkeit. Leider gibt es im unteren Block A, also dem Stehplatzbereich, immer wieder vereinzelt (meist) junge Leute, die meinen, mit Pöbeleien gegen gegnerische Spieler, die zumeist „unterste Schublade“ sind, zu beeindrucken. Man muß nicht die Gastmannschaft mögen, aber ein bißchen Respekt sollte man vor den Sportlern schon haben. Auswärts wollen wir das bei unseren Spielern ja natürlich auch nicht hören. Daß dann z. B. Ordner bedroht werden, die Leute zurecht der Halle verweisen, ist ein starkes Stück. Statt sich mit diesen Menschen zu solidarisieren, sollte der Rest des „Commando 1924“ Größe zeigen und ihre Leute auch mal in die Schranken weisen. Das kommt besser an als alles andere. Warum auch in diesem Fall der Verein ruhig bleibt und nicht konsequent (auch schon in der Vergangenheit) mit Hallenverboten reagiert, bleibt nicht nur mir ein völliges Rätsel. Unser Nachbar aus Lübbecke hat es mit seinen „Suptras“ unter Person von Armin Gauselmann richtig vorgemacht. Solche Leute haben in den Hallen nichts zu suchen. Man muß ehrlich sein: Unser Ruf ist durch eine handvoll Leute in Handball-Deutschland teilweise ruiniert, wodurch die fairen Sportsanhänger, die es u. a. bei unserem Fan-Club, aber auch dem „Commando“ gibt, darunter leiden. Es ist nicht alles schlecht, aber man kann durch falsches Verhalten weniger Menschen vieles kaputtmachen. Darüber sollten die Betroffenen mal in einer ruhigen Minute nachdenken.  
 
Frank Wentzlawsky