Minden Kurier stellt die drei Giorgio-Darsteller aus dem Musical „Die Schwarzen Brüder“ vor

Minden Kurier stellt die drei Giorgio-Darsteller aus dem Musical „Die Schwarzen Brüder“ vor

Über sich hinauswachsen


Moritz Gehrckens, 14 Jahre aus Rinteln
Lernt am: Gymnasium Ernestinum
Wird später: Komiker, Filmdarsteller oder Psychologe
Seine Hobbys: Landschaften aus Lego bauen, seine Vögel und Badminton spielen

Moritz Gehrckens ist ein echter Autodidakt. Vorher noch nie gesungen – außer unter der Dusche – hat er beim Casting nicht nur Lob für seine Stimme bekommen, sondern gleich die Hauptrolle des „Giorgio“ ergattert. Er spielt Gitarre und Trompete. Seit der 5. Klasse ist er Teil der Big Band Ernestinum. Speziellen Gesangsunterricht zur Vorbereitung auf seine Auftritte am Schloss Bückeburg bekam Moritz bei den Schaumburger Märchensängern. „Er kam schon vom Casting total begeistert nach Hause“, erzählt Mutter Doris Kläke. Das Schauspielern ist für ihn ein Klacks. Bereits nach dem ersten Auftritt, warteten Fans auf Moritz, der gleich ein paar Autogramme schrieb.

Minden Kurier: Deine Lieblingsszene im Musical „Die Schwarzen Brüder“?

Moritz Gehrckens: „Dolci Momenti“. Das ist die Szene in der Küche. Die ist sehr lustig. Wenn ich dort auf dem Tisch liege, prüft Dr. Casella, ob ich noch atme. Dann beugen sich alle über mich – da muss ich aufpassen, dass ich nicht grinse.

Minden Kurier: Aus deiner Sicht, was ist wichtig beim Schauspielern?

Moritz: Man muss in sich gehen und denken, wie die Rolle. Dann kann man nichts falsch machen.

Minden Kurier: Was gefällt Dir an der Rolle des „Giorgio“ besonders?

Moritz: Giorgio ist ein starker Typ. Ich finde es toll, wie er nach Alfredos Tod über sich hinauswächst. Er hat ja nichts mehr zu verlieren.

Minden Kurier: Mit wem spielst du am liebsten zusammen?

Moritz: Mit Battista Rossi, also Torsten Tinney.“ Aber ich mag alle total gern.

Minden Kurier: Hast Du vor Deinen Auftritten Lampenfieber?

Moritz: Beim ersten Auftritt schon. Aber nach dem ich ein paar Sätze gesprochen hatte, war es gut. Sonst bin ich nur noch aufgeregt vor meinen Solo „Bist du jetzt bei Dir?“, wenn Alfredo gestorben ist.

Respekt statt Lampenfieber


Nicolai Schein, 12 Jahre aus Heeßen
Lernt am: Gymnasium Adolfinum
Wird später: Musicaldarsteller oder Pilot
Seine Hobbys: Singen, Hockey spielen und Geige spielen

Nicolai Schein ist der Jüngste im Bunde der drei Giorgio-Darsteller. Er singt seit acht Jahren im Chor der Schaumburger Märchensänger und wurde von seinem Chorleiter auf das Casting für „Die Schwarzen Brüder“ hingewiesen. Mit der Presse geht der 12-Jährige um, wie ein Profi. Er gibt präzise Antworten auf die Interviewfragen und weiß schon jetzt, wenn Plan A (Musicaldarsteller werden) nicht funktioniert, muss man unbedingt Plan B (Pilot werden) in der Hinterhand haben. Tipps und Tricks in Sachen Schauspielerei holt sich Nicolai am liebsten von Maite Kelly: „Ich frage sie immer, wie ich mich in meinem Ausdruck verbessern kann.“

Minden Kurier: Deine Lieblingsszene im Musical „Die Schwarzen Brüder“?

Nicolai Schein: „Dolci Momenti“. Die Szene in der Küche ist total witzig. So wird es in einer normalen Restaurantküche bestimmt nicht zu gehen.

Minden Kurier: Aus deiner Sicht, was ist wichtig beim Schauspielern?

Nicolai: Man muss sich die ganze Zeit konzentrieren und die Geschichte im Blick behalten. Mirco hat gesagt, wir müssen uns in die Rolle hineinversetzen, fühlen, was Giorgio erlebt hat und immer die gleiche Energie reinstecken. (Anm. der Redaktion: Mirco Vogelsang, künstlerischer Leiter des Musicals)

Minden Kurier: Welche Szene im Musical „Die Schwarzen Brüder“ ist für Dich besonders anspruchsvoll?

Nicolai: Die Szene nach der Pause, wenn ich „Bist du jetzt bei Dir?“ singe. Ich muss dabei singen und gehen. Da darf die Stimme nicht zittern. Gesanglich ist das schwer.

Minden Kurier: Mit wem spielst du am liebsten zusammen?

Nicolai: Mit Angeletta, Alfredo und Giovanni. Also Sandra Pangl, Janko Danailow und Tobias Brönner.

Minden Kurier: Hast Du vor Deinen Auftritten Lampenfieber?

Nicolai: Lampenfieber nicht, ich nenne es eher Respekt.

Schauspiel im Blut


Jasper Klein, 13 Jahre aus Seggebruch
Lernt an der: IGS Helpsen
Wird später: Musicaldarsteller
Hobbys: Singen im Chor

Jasper Klein spielt Saxophon und Schlagzeug, und singt seit neun Jahren im Chor der Schaumburger Märchensänger. Schon so früh in seinen Traumberuf Musicaldarsteller reinschnuppern zu können, ist für Jasper das Größte. Wie auf Knopfdruck präsentiert er Gesichtsausdrücke von himmelhochjauchzend bis tieftraurig. Wenn er mit Musical-Kumpel Nicolai vor der Kamera posieren darf, kann er so richtig albern sein. Ein Vorbild hat der 13-Jährige nicht. Aber: Vater Thomas Klein ist ebenfalls Chorsänger. Am meisten freut sich Jasper über ein gutes Feedback von den anderen Musicaldarstellern.

Minden Kurier: Deine Lieblingsszene im Musical „Die Schwarzen Brüder“?

Jasper Klein: Das Finale. Wenn wir alle zusammen auf der Bühne stehen und singen „Ich bin so frei“.

Minden Kurier: Aus deiner Sicht, was ist wichtig beim Schauspielern?

Jasper: Man muss sich bewusst sein, was man spielt und das auch genauso fühlen. Egal ob traurig oder wütend – man muss sich immer in die Rolle hineinversetzen können.

Minden Kurier: Welche Szene im Musical „Die Schwarzen Brüder“ ist für Dich besonders anspruchsvoll?

Jasper: Wenn ich in die Taverne komme und mit Luini spreche. Da muss ich gleichzeitig wütend singen und traurig spielen.

Minden Kurier: Mit wem spielst du am liebsten zusammen?

Jasper: Mit Angeletta, Alfredo und Giovanni. Sandra Pangl, Janko Danailow und Tobias Brönner.

Minden Kurier: Hast Du vor Deinen Auftritten Lampenfieber?

Jasper: Beim ersten Mal hatte ich noch Lampenfieber. Aber mittlerweile ist es mehr aufgeregt sein und Freude auf die Bühne zu kommen.

Das Musical „Die Schwarzen Brüder“ ist noch bis zum 14. September immer mittwochs bis sonntags auf der 50 Meter langen Freiluftbühne am Schloss Bückeburg zu sehen. Die Großproduktion besteht aus einem hochkarätigen Ensemble von Maite Kelly bis Peter Zeug. Für die Hauptrolle des „Giorgio“ wurden heimische Kinder in Schaumburg und Minden gecastet. Neben Jasper, Nicolai und Moritz spielen noch 19 weitere Kinder aus der Region als Statisten beim Musical mit. Nähere Informationen sowie Tickets für die begehrten Vorstellungen gibt es auf www.dieschwarzenbrueder.de .